Re: wir schreiben eine Geschichte
Verfasst: Di 15. Sep 2026, 11:01
Flo schaute auf des Foto, dann auf KnipsKeks und wieder auf des Foto.
„Na bravo. Genau des hab i braucht.“
KnipsKeks grinste.
„Hab i doch gsagt. Wenn’s eskaliert, dann ordentlich.“
„Ja, aber i hab eigentlich mei Gasthaus gemeint und ned den Weltuntergang mit Ausschank.“
Kaum hatte Flo des gesagt, stand die ganze Truppe plötzlich mitten vor seinem Gasthaus.
Keiner wusste genau, wie sie dort hingekommen waren.
RobinHood schaute sich um.
„Das ging erstaunlich schnell.“
„Bei euch geht gar nix erstaunlich schnell“, meinte Flo. „Ihr überspringts einfach immer den Teil, wo irgendwas logisch wär.“
Die Tür vom Gasthaus stand offen.
Drinnen lief Austropop.
Am Grill brutzelte Fleisch.
Auf der Terrasse sassen Gäste.
Und direkt vor der Eingangstür stand eine Kuh.
Flo blieb stehen.
„Nein.“
KnipsKeks schaute auf ihre Kamera.
„Doch.“
„Die Kuh kommt ma ned rein.“
Die Kuh machte einen Schritt nach vorne.
„I hab gesagt, ned rein.“
Noch einen Schritt.
„Hörst schlecht?“
RobinHood grinste.
„Vielleicht will sie nur etwas trinken.“
Flo drehte sich zu ihm.
„Wenn du der Kuh jetzt fünf Bier bestellst, fliegst mit ihr gemeinsam raus.“
Amadeus hatte inzwischen den Grill entdeckt.
„Das schaut immerhin vernünftig aus.“
„Endlich einer mit Hausverstand.“
Dann sah Flo, dass Amadeus noch immer die römische Münze in der Hand hielt.
„Mit dem zahlst aber ned.“
„Die isch historisch wertvoll.“
„Dann kannst damit im Museum a Schnitzel kaufen.“
Pinoccio stand schon neben einem Tisch und betrachtete die Speisekarte.
„Ich möchte nur feststellen, dass die Preise durchaus angemessen wirken.“
Flo sah ihn an.
„Danke. Endlich wer, der mein Lokal ned innerhalb von zwei Minuten beleidigt.“
In dem Moment rief RobinHood:
„Flo! Wo sind meine fünf Bier?“
„Da.“
Flo zeigte auf einen leeren Tisch ganz hinten.
RobinHood ging hin.
„Da steht nichts.“
„Eben.“
KnipsKeks lachte so stark, dass sie die Kamera fast fallen liess.
Dann piepte das Ding wieder.
Klick.
Alle schauten hin.
Auf dem Display war Flo zu sehen.
Er stand hinterm Tresen.
Vor ihm zehn Gläser.
Hinter ihm Rauch.
Auf dem Tisch tanzte RobinHood.
Und die Kuh war tatsächlich im Gasthaus.
Flo starrte das Bild an.
„Na sicher.“
KnipsKeks biss sich auf die Lippe.
„I sag lieber nix.“
„Sehr gscheit.“
Dann kam der erste Gast zu Flo.
„Entschuldigung, wir hätten gern zweimal Grillteller.“
Flo nickte.
„Kommt.“
Der nächste Gast:
„Ein Wiener Schnitzel.“
„Kommt.“
Dann stand Mausi vor ihm und zeigte auf die Getränkekarte.
„Aperol?“
Flo schaute kurz zur Kamera.
„Bevor da jetzt wieder irgendwas passiert: ja, hab i.“
RobinHood rief vom Tisch:
„Und fünf Bier!“
„Du kriegst eins.“
„Auf dem Foto waren fünf.“
„Dann trink’s vom Foto.“
Plötzlich krachte es draussen.
Alle fuhren herum.
Die Kuh hatte den Sonnenschirm umgeworfen.
strubeli housi stand daneben und schaute sie an.
Flo stemmte die Hände in die Hüften.
„KnipsKeks.“
„Was?“
„Du hast doch vorher den Strubeli mit der Kuh fotografiert.“
„Ja.“
„Dann regel des jetzt.“
„I bin Fotografin, koa Kuhflüsterin.“
„Dann fotografier sie halt wieder raus.“
Sie hob die Kamera.
Klick.
Auf dem neuen Foto stand die Kuh hinterm Tresen.
Flo wurde ganz still.
„Des Bild löschst.“
„Warum?“
„SOFORT.“
Zu spät.
Hinter ihm schepperte es.
Alle drehten sich um.
Die Kuh stand hinterm Tresen.
RobinHood fiel fast vom Stuhl vor Lachen.
Pinoccio schloss kurz die Augen.
„Ich hatte ausdrücklich empfohlen, nichts anzufassen.“
Flo schaute ihn an.
„Die Kuh hat nix angefasst. Die is einfach da.“
Elfenherz streute ein wenig Feenstaub in die Luft.
„Vielleicht kann ein kleiner Zauber helfen.“
„Nein.“
Alle schauten Flo an.
„Ganz klares Nein. Bei mir wird nix verzaubert. Ned der Grill, ned die Gäste und ganz besonders ned die Kuh.“
Ein kleiner Funke Feenstaub landete trotzdem auf einem Lautsprecher.
Die Musik stoppte.
Eine Sekunde war es still.
Dann ertönte plötzlich lauter Austropop.
RobinHood sprang auf.
„Jetzt wird getanzt!“
„Du bleibst sitzen.“
Zu spät.
RobinHood stand schon auf der Bank.
Adriana lachte.
KnipsKeks fotografierte.
Mausi hatte ihren Aperol.
Amadeus sein Bier.
Pinoccio sah aus, als würde er innerlich bereits einen Bericht über den gesamten Vorfall verfassen.
Und strubeli housi stand immer noch vor der Kuh.
Flo schaute sich das alles an.
„Na guat.“
Er nahm ein Bier.
„Wenn ma untergehen, dann wenigstens mit Musik.“
In genau diesem Moment piepte KnipsKeks’ Kamera wieder.
Klick.
Auf dem Display erschien diesmal kein Gasthaus.
Kein Grill.
Keine Kuh.
Zu sehen war ein grosser alter Ballsaal.
Kerzen.
Blumen.
Ein Mann im Anzug.
Eine Frau in einem roten Kleid.
Und die ganze Tippcafe Truppe stand mitten in einer Hochzeit.
RobinHood beugte sich vor.
„Oh.“
Flo sah ihn an.
„Sag jetzt nix.“
„Ich wollte nur sagen, das sieht romantisch aus.“
„Genau deswegen sollst nix sagen.“
Miamor88 war sofort neben der Kamera.
„Na servas...“
Flo schaute sie an.
Dann das Bild.
Dann wieder sie.
„Nein.“
Miamor grinste.
„Was nein?“
„I seh des schon. Liebe, Drama, irgendein verschollener Bräutigam und am Ende weint wieder wer.“
Die Kamera piepte erneut.
Unter dem Bild erschien ein Satz:
MANCHMAL BRAUCHT DAS CHAOS EIN BISSCHEN LIEBE.
Flo schüttelte den Kopf.
„Des wird immer schlimmer.“
Dann hielt er Miamor die Kamera hin.
„Na guat, Miamor88. Wenn des Ding jetzt unbedingt Romantik will, dann bist du dran. Aber i sag’s gleich: die Kuh bleibt bei mir.“
„Na bravo. Genau des hab i braucht.“
KnipsKeks grinste.
„Hab i doch gsagt. Wenn’s eskaliert, dann ordentlich.“
„Ja, aber i hab eigentlich mei Gasthaus gemeint und ned den Weltuntergang mit Ausschank.“
Kaum hatte Flo des gesagt, stand die ganze Truppe plötzlich mitten vor seinem Gasthaus.
Keiner wusste genau, wie sie dort hingekommen waren.
RobinHood schaute sich um.
„Das ging erstaunlich schnell.“
„Bei euch geht gar nix erstaunlich schnell“, meinte Flo. „Ihr überspringts einfach immer den Teil, wo irgendwas logisch wär.“
Die Tür vom Gasthaus stand offen.
Drinnen lief Austropop.
Am Grill brutzelte Fleisch.
Auf der Terrasse sassen Gäste.
Und direkt vor der Eingangstür stand eine Kuh.
Flo blieb stehen.
„Nein.“
KnipsKeks schaute auf ihre Kamera.
„Doch.“
„Die Kuh kommt ma ned rein.“
Die Kuh machte einen Schritt nach vorne.
„I hab gesagt, ned rein.“
Noch einen Schritt.
„Hörst schlecht?“
RobinHood grinste.
„Vielleicht will sie nur etwas trinken.“
Flo drehte sich zu ihm.
„Wenn du der Kuh jetzt fünf Bier bestellst, fliegst mit ihr gemeinsam raus.“
Amadeus hatte inzwischen den Grill entdeckt.
„Das schaut immerhin vernünftig aus.“
„Endlich einer mit Hausverstand.“
Dann sah Flo, dass Amadeus noch immer die römische Münze in der Hand hielt.
„Mit dem zahlst aber ned.“
„Die isch historisch wertvoll.“
„Dann kannst damit im Museum a Schnitzel kaufen.“
Pinoccio stand schon neben einem Tisch und betrachtete die Speisekarte.
„Ich möchte nur feststellen, dass die Preise durchaus angemessen wirken.“
Flo sah ihn an.
„Danke. Endlich wer, der mein Lokal ned innerhalb von zwei Minuten beleidigt.“
In dem Moment rief RobinHood:
„Flo! Wo sind meine fünf Bier?“
„Da.“
Flo zeigte auf einen leeren Tisch ganz hinten.
RobinHood ging hin.
„Da steht nichts.“
„Eben.“
KnipsKeks lachte so stark, dass sie die Kamera fast fallen liess.
Dann piepte das Ding wieder.
Klick.
Alle schauten hin.
Auf dem Display war Flo zu sehen.
Er stand hinterm Tresen.
Vor ihm zehn Gläser.
Hinter ihm Rauch.
Auf dem Tisch tanzte RobinHood.
Und die Kuh war tatsächlich im Gasthaus.
Flo starrte das Bild an.
„Na sicher.“
KnipsKeks biss sich auf die Lippe.
„I sag lieber nix.“
„Sehr gscheit.“
Dann kam der erste Gast zu Flo.
„Entschuldigung, wir hätten gern zweimal Grillteller.“
Flo nickte.
„Kommt.“
Der nächste Gast:
„Ein Wiener Schnitzel.“
„Kommt.“
Dann stand Mausi vor ihm und zeigte auf die Getränkekarte.
„Aperol?“
Flo schaute kurz zur Kamera.
„Bevor da jetzt wieder irgendwas passiert: ja, hab i.“
RobinHood rief vom Tisch:
„Und fünf Bier!“
„Du kriegst eins.“
„Auf dem Foto waren fünf.“
„Dann trink’s vom Foto.“
Plötzlich krachte es draussen.
Alle fuhren herum.
Die Kuh hatte den Sonnenschirm umgeworfen.
strubeli housi stand daneben und schaute sie an.
Flo stemmte die Hände in die Hüften.
„KnipsKeks.“
„Was?“
„Du hast doch vorher den Strubeli mit der Kuh fotografiert.“
„Ja.“
„Dann regel des jetzt.“
„I bin Fotografin, koa Kuhflüsterin.“
„Dann fotografier sie halt wieder raus.“
Sie hob die Kamera.
Klick.
Auf dem neuen Foto stand die Kuh hinterm Tresen.
Flo wurde ganz still.
„Des Bild löschst.“
„Warum?“
„SOFORT.“
Zu spät.
Hinter ihm schepperte es.
Alle drehten sich um.
Die Kuh stand hinterm Tresen.
RobinHood fiel fast vom Stuhl vor Lachen.
Pinoccio schloss kurz die Augen.
„Ich hatte ausdrücklich empfohlen, nichts anzufassen.“
Flo schaute ihn an.
„Die Kuh hat nix angefasst. Die is einfach da.“
Elfenherz streute ein wenig Feenstaub in die Luft.
„Vielleicht kann ein kleiner Zauber helfen.“
„Nein.“
Alle schauten Flo an.
„Ganz klares Nein. Bei mir wird nix verzaubert. Ned der Grill, ned die Gäste und ganz besonders ned die Kuh.“
Ein kleiner Funke Feenstaub landete trotzdem auf einem Lautsprecher.
Die Musik stoppte.
Eine Sekunde war es still.
Dann ertönte plötzlich lauter Austropop.
RobinHood sprang auf.
„Jetzt wird getanzt!“
„Du bleibst sitzen.“
Zu spät.
RobinHood stand schon auf der Bank.
Adriana lachte.
KnipsKeks fotografierte.
Mausi hatte ihren Aperol.
Amadeus sein Bier.
Pinoccio sah aus, als würde er innerlich bereits einen Bericht über den gesamten Vorfall verfassen.
Und strubeli housi stand immer noch vor der Kuh.
Flo schaute sich das alles an.
„Na guat.“
Er nahm ein Bier.
„Wenn ma untergehen, dann wenigstens mit Musik.“
In genau diesem Moment piepte KnipsKeks’ Kamera wieder.
Klick.
Auf dem Display erschien diesmal kein Gasthaus.
Kein Grill.
Keine Kuh.
Zu sehen war ein grosser alter Ballsaal.
Kerzen.
Blumen.
Ein Mann im Anzug.
Eine Frau in einem roten Kleid.
Und die ganze Tippcafe Truppe stand mitten in einer Hochzeit.
RobinHood beugte sich vor.
„Oh.“
Flo sah ihn an.
„Sag jetzt nix.“
„Ich wollte nur sagen, das sieht romantisch aus.“
„Genau deswegen sollst nix sagen.“
Miamor88 war sofort neben der Kamera.
„Na servas...“
Flo schaute sie an.
Dann das Bild.
Dann wieder sie.
„Nein.“
Miamor grinste.
„Was nein?“
„I seh des schon. Liebe, Drama, irgendein verschollener Bräutigam und am Ende weint wieder wer.“
Die Kamera piepte erneut.
Unter dem Bild erschien ein Satz:
MANCHMAL BRAUCHT DAS CHAOS EIN BISSCHEN LIEBE.
Flo schüttelte den Kopf.
„Des wird immer schlimmer.“
Dann hielt er Miamor die Kamera hin.
„Na guat, Miamor88. Wenn des Ding jetzt unbedingt Romantik will, dann bist du dran. Aber i sag’s gleich: die Kuh bleibt bei mir.“