wir schreiben eine Geschichte

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Mausi
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Re: wir schreiben eine Geschichte

Beitrag von Mausi »

RobinHood hat geschrieben: Sa 3. Okt 2026, 15:26
Mausi am Fenster, ich ganz hinten... Pinoccio hat seine Klasse offenbar schon wieder vollständig unter Kontrolle. 😄
:lol: :lol: mau luegä wie lang
RobinHood
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Re: wir schreiben eine Geschichte

Beitrag von RobinHood »

Mausi am Fenster, ich ganz hinten... Pinoccio hat seine Klasse offenbar schon wieder vollständig unter Kontrolle. 😄
Mausi
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Re: wir schreiben eine Geschichte

Beitrag von Mausi »

Amadeus hat geschrieben: Fr 2. Okt 2026, 16:59
Jä, i ha au Träne glacht. Und Mausi, blib du ruhig am Fänschter... i setz mi lieber irgendwo ane, wo nüt abbräche cha.
he nei nei das isch stabil :shock:
du muesch vor mir hockä und di ganz ganz gross machä u de chund sicher öpis über münzä römer wikis und so
und de fieli mi ganz gued hinger dir ;)
Amadeus
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Re: wir schreiben eine Geschichte

Beitrag von Amadeus »

Jä, i ha au Träne glacht. Und Mausi, blib du ruhig am Fänschter... i setz mi lieber irgendwo ane, wo nüt abbräche cha.
VatrenaLina
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Re: wir schreiben eine Geschichte

Beitrag von VatrenaLina »

😂😂 Pinoccio, i glaub du hesch mit dere Zämefassig meh Lachmuskle strapaziert als Ordnung gschaffe. Aber herrlich gsi.
Mausi
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Re: wir schreiben eine Geschichte

Beitrag von Mausi »

Pinoccio hat geschrieben: Do 1. Okt 2026, 17:21
Da Seitenzauber offenbar den verständlichen Wunsch geäussert hat, vor ihrer Fortsetzung zu erfahren, worum es in dieser Geschichte eigentlich geht, sehe ich mich erneut gezwungen, Ordnung in etwas zu bringen, das sich gegen jede Form von Ordnung inzwischen erfolgreich zur Wehr setzt.
Ich möchte vorsorglich darauf hinweisen, dass ich lediglich zusammenfasse.
Für den Inhalt sind andere verantwortlich.
Alles begann vergleichsweise harmlos.
Was rückblickend bereits der erste Fehler war.
VatrenaLina hatte die Idee, gemeinsam eine Geschichte zu schreiben. Jeder sollte ein Stück beitragen und anschliessend einen anderen User auswählen, der weiterschreiben musste.
Eine einfache Regel.
Ein leicht verständliches Prinzip.
Eigentlich.
Dann kam Miamor88.
Sie brachte einen geheimnisvollen roten Koffer, alte Liebesbriefe und ein Bild ins Spiel.
Damit war nach sehr kurzer Zeit klar, dass aus einer gemeinsamen Geschichte keine gemütliche Erzählrunde werden würde.
KnipsKeks übernahm und tat das, was eine Fotografin offenbar tut, wenn eine Geschichte noch halbwegs verständlich ist: Sie machte sie mit einem geheimnisvollen Bild komplizierter.
Irgendwann wurde Mausi in dieses Bild hineingezogen.
Dort wurde sie klein, begegnete schwarzen Männern, seltsamen Gestalten und allerlei Dingen, die ein vernünftiger Mensch vermutlich möglichst nicht angefasst hätte.
Mausi hingegen war dabei.
Damit war diese Hoffnung ohnehin erledigt.
Immerhin tauchte Amadeus auf und entwickelte einen Plan.
Was uns bereits früh zeigte, dass selbst historische Interessen an Römern und Wikingern einen Menschen nicht darauf vorbereiten, in einer Geschichte mit Feenstaub, magischen Bildern und Mausi zu landen.
Elfenherz erschien ebenfalls.
Natürlich nicht einfach so.
Bei Elfenherz kommt niemand einfach nur durch eine Tür.
Da gibt es Feenstaub, Licht, Elfen, Zauber und vorzugsweise noch einen Reim dazu.
Zwischendurch wurde aus einem völlig normalen Wort dann eines der grössten sprachlichen Probleme dieser Geschichte.
Jemand sprach von einem „Hang“.
Oder von einer „Hand“.
Oder zumindest verstand jemand etwas in dieser Richtung.
Amadeus jedenfalls bewies eindrucksvoll, dass Dialekte nicht nur kulturell bereichernd, sondern unter bestimmten Umständen auch lebensgefährlich sein können.
Während andere noch darüber diskutierten, was eigentlich gemeint war, hing er tatsächlich irgendwo an einem Abgrund.
Damit war aus einem sprachlichen Missverständnis ein praktisches geworden.
Ich halte fest:
Wer künftig in dieser Geschichte das Wort „Hang“ verwendet, sollte bitte zusätzlich eine Zeichnung beilegen.
Mausi hatte währenddessen andere Sorgen.
Wobei „Sorgen“ bei ihr relativ zu verstehen ist.
Solange irgendwo ein Aperol erreichbar ist, scheint die Lage für sie grundsätzlich noch beherrschbar zu sein.
Schwarze Männer?
Aperol.
Magische Türen?
Aperol.
Jemand hängt am Abgrund?
Erst retten, danach vermutlich Aperol.
Irgendwann landete die Gruppe auf einer Plattform, es erschienen weitere Türen, ein Schwert, eine römische Münze und genügend geheimnisvolle Mechanismen, um jeden normalen Menschen zur Umkehr zu bewegen.
Wir gingen selbstverständlich weiter.
strubeli housi, der wiederholt erklärt hat, vom Geschichtenschreiben keine Ahnung zu haben, wurde ebenfalls hineingezogen.
Er bewies damit eine bemerkenswerte Fähigkeit:
Keine Ahnung haben und trotzdem zuverlässig tiefer ins Chaos geraten.
Eine römische Münze führte weiter, ein altes Schwert tauchte auf und irgendwann befand sich die Gruppe in einem Café.
Was im Vergleich zu allem Vorherigen beinahe vernünftig wirkte.
Dann kam busty@ons dran.
Sie wollte eigentlich ebenfalls nicht unbedingt schreiben, schrieb natürlich trotzdem und reichte die Verantwortung möglichst schnell an Elfenherz weiter.
Elfenherz hatte zuvor offenbar gehofft, dass man sie vielleicht vergisst, wenn sie sich still verhält.
Eine interessante Theorie.
Sie funktionierte nicht.
Also kamen wieder Reime, Feenstaub und Zauber hinzu, und am Ende durfte VatrenaLina übernehmen.
VatrenaLina entschied, dass der bisherigen Geschichte eindeutig eines gefehlt hatte:
Kroatien.
Also ging es nach Split.
Dort bekamen wir eine alte Hütte, einen See, Liebesdrama, Katarina, Marko, Familiengeheimnisse, einen geheimnisvollen Mann und natürlich einen Kuss.
Mit anderen Worten:
Innerhalb weniger Absätze befanden wir uns nicht mehr in einer Gemeinschaftsgeschichte, sondern mitten in einem kroatischen Liebesroman.
arissa übernahm anschliessend und hielt es offenbar für notwendig, noch einen schwarzen Hund, Fussball, Wikinger, einen Sturm, schwarze Männer und ein unheimliches Haus hinzuzufügen.
An dieser Stelle gab es bereits genügend Handlungsstränge für ungefähr sieben Bücher.
Baker sah das Haus und dachte vermutlich:
Das ist noch viel zu gemütlich.
Also bekamen wir zerkratzte Bilder, Kinderlachen, eine Frau im Spiegel, verschlossene Räume und eine Atmosphäre, bei der vermutlich selbst die schwarzen Männer kurz überlegt haben, ob sie nicht lieber heimgehen.
Baker wählte Mausi.
Warum auch immer jemand nach allem Vorherigen freiwillig Mausi in ein verlassenes Horrorhaus setzt, wird eines Tages Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen sein.
Mausi führte uns jedenfalls weiter durch dieses Haus.
Baker war gefangen, Türen waren verschlossen, bibi untersuchte alles, Amadeus und strubeli versuchten irgendetwas aufzubrechen und Elfenherz stellte fest, dass gewisse Versuche vermutlich wenig bringen würden.
Dann tauchte ich auf.
Mit schwarzen Stiefeln und einem Schwert.
Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich festhalten, dass ich als pensionierter Realschullehrer normalerweise weder mit schweren schwarzen Stiefeln noch mit einem Schwert auftrete.
Aber diese Geschichte hatte den Bereich des Normalen zu diesem Zeitpunkt ohnehin längst verlassen.
Das Schwert kam in einen Mechanismus, das Haus begann zu beben und die Türen öffneten sich.
Amadeus fand wieder seine römische Münze.
Natürlich.
Andere Menschen finden Kleingeld.
Amadeus findet historische Schlüssel zu magischen Türen.
Dann erschien ein goldenes Herz mit Rissen, eine weisse Frau mit einem roten Kleid und alte Briefe von Mausis Ur Ur Urgrossmutter.
Wie viele „Ur“ es genau waren, weiss ich inzwischen nicht mehr.
Es waren jedenfalls genug, um jeden Stammbaum erheblich zu beschäftigen.
Und dann geschah das, was nach dem früheren Dialektproblem eigentlich niemand mehr für möglich gehalten hätte:
Amadeus hing tatsächlich wieder.
Diesmal nicht sprachlich.
Diesmal richtig.
Der Boden brach weg, er rutschte ab und musste von Pinoccio, Baker und strubeli gerettet werden.
Ich möchte festhalten, dass dies ein weiterer Beweis dafür ist, dass man in dieser Geschichte Wörter wie „hängen“, „fallen“ und „anfassen“ möglichst vermeiden sollte.
Anschliessend bekam Mausi ihre alten Briefe, die weisse Frau verschwand und irgendeine Stimme fragte:
„Wer ist der Nächste?“
Mausi entschied:
Pinoccio.
Ich danke ihr noch heute dafür.
Da inzwischen kaum noch jemand wusste, wo wir waren, wer lebte, wer hing, wer verschwunden war und ob wir uns noch in einem Bild, einem Haus oder bereits in einem anderen Jahrhundert befanden, tat ich das einzig Vernünftige:
Ich schrieb eine Zusammenfassung.
Dass ausgerechnet diese Zusammenfassung nun erneut verlangt wird, zeigt, dass gewisse Fehlentscheidungen lebenslange Folgen haben.
Danach ging es in die verschneiten Alpen des Jahres 1958 und anschliessend in das Jahr 1971.
Wir landeten in meiner Schulzeit.
Ja.
Ich hatte damals Haare.
Diese Information erfreute einige Mitglieder offenbar mehr als sämtliche historischen Details.
Wir fanden eine Schule, eine junge Version meiner selbst, Anna, das goldene Herz und weitere Hinweise auf die Vergangenheit.
Nebenbei ergaben sich weitere sprachliche Missverständnisse, unter anderem rund um Begriffe wie „Bänkli“.
Auch dort zeigte sich erneut:
Eine internationale Tippcafe Reisegruppe sollte niemals davon ausgehen, dass alle unter demselben Wort dasselbe verstehen.
Am Ende wählte ich bluemchen_88.
Nicht ganz zufällig.
Sie hatte zuvor gefragt, ob diese Geschichte eigentlich irgendwann einmal endet.
Ich war der Meinung, dass sie die beste Möglichkeit bekommen sollte, selbst aktiv an dieser Frage mitzuarbeiten.
Man könnte sagen:
Die Auswahl erfolgte durch die Blume.
bluemchen war darüber erwartungsgemäss begeistert.
Also ungefähr gar nicht.
Sie schrieb trotzdem weiter und führte uns in ihre Schulzeit.
Dort tauchte Daniel auf, eine frühere Liebesgeschichte, ein Missverständnis mit einem Kuss und genügend Drama, um Miamor88 vermutlich bereits aufmerksam werden zu lassen.
Das Ganze entwickelte sich zu einem regelrechten Liebesfilm.
Am Ende kam heraus, dass manche Liebesgeschichten vielleicht deshalb scheitern, weil niemand zurückgeht und fragt, was tatsächlich passiert ist.
Und dann wählte bluemchen RobinHood.
Damit begann eine weitere wichtige Phase dieser Geschichte:
Wir warteten.
RobinHood war nämlich gleichzeitig Gegenstand einer Suchaktion in einem anderen Forumsthema.
Mausi vermutete bereits, er werde vermutlich irgendwo als Retter im Wald auftauchen.
Es wurden Witze über Suchtrupps gemacht.
Teilweise entstand der Eindruck, die Suche nach RobinHood sei organisatorisch besser vorbereitet als unsere gesamte Geschichte.
Dann tauchte er tatsächlich wieder auf.
Und schrieb.
Wer gehofft hatte, dadurch würde es vernünftiger, wurde enttäuscht.
RobinHood führte uns über einen Globus nach Split, setzte uns in ein kaum kontrollierbares Boot und schaffte es, mich innerhalb kürzester Zeit in Shorts, Sandalen und Strohhut darzustellen.
Ich habe beschlossen, diesen Teil historisch nicht weiter aufzuarbeiten.
Das Boot landete irgendwie auf einer Insel.
RobinHood bezeichnete dies sinngemäss als perfekte Landung.
Ein Ausdruck, der in dieser Geschichte ähnlich grosszügig verwendet wird wie das Wort „Plan“.
Schliesslich tauchten ein Café, eine Kamera, ein unbekannter Mann und AdrianaMare auf.
Adriana wurde ausgewählt.
Sie bat vorsorglich darum, nicht sofort wieder einen Suchtrupp nach Split zu schicken.
strubeli housi stellte trocken fest, dass ein schweizerischer Suchtrupp vermutlich ohnehin so lange bis Kroatien benötigen würde, dass Adriana längst fertig geschrieben hätte.
Adriana führte uns anschliessend durch Split.
Mit Kaffee, Musik, Spaziergang, einem gewissen Luka und einer langsam entstehenden Liebesgeschichte.
Natürlich blieb es nicht romantisch.
Wir bekamen einen sich selbstständig machenden Roller, Feenstaub, RobinHood als möglichen Mitverursacher und schliesslich eine unbekannte Frau mit einer Kamera.
Adriana stellte fest, dass Kameraangelegenheiten eindeutig besser zu KnipsKeks passen.
Also war KnipsKeks wieder dran.
Ihre Begeisterung darüber war deutlich spürbar.
Sinngemäss fragte sie, was sie eigentlich verbrochen habe, ständig in diesem Chaos ausgewählt zu werden.
Sie kündigte ausserdem an, dass wir etwas Geduld haben müssten, weil Arbeit und Privatleben vorgehen.
Eine vernünftige Aussage.
Daran sieht man, dass zumindest ausserhalb dieser Geschichte noch normale Entscheidungen getroffen werden.
KnipsKeks kam zurück und machte aus der Kamera das nächste Problem.
Sie fotografierte die Gruppe.
Nur zeigten die Fotos nicht unbedingt die Gegenwart.
Mausi landete auf einer Kuh.
Amadeus stand in Lederhosen auf einem Tisch und hielt seine römische Münze hoch.
Ich selbst stand vor einer Wandtafel.
Darauf:
BITTE NICHTS ANFASSEN.
Ich möchte betonen, dass dies bis heute der vernünftigste Satz dieser gesamten Geschichte ist.
strubeli housi erschien mit Grillzange und einer Schürze, auf der sinngemäss stand, dass er keine Ahnung habe, aber einfach mache.
Ich halte auch dieses Bild für bemerkenswert realistisch.
Dann zeigte die Kamera Berge, Tirol und ein Gasthaus.
Dort stand Flo.
Wirt.
Tiroler.
Und zu diesem Zeitpunkt noch ein Mann, der vermutlich glaubte, sein Gasthaus unter Kontrolle zu haben.
Diese Illusion hielt nicht lange.
KnipsKeks wählte Flo.
Flo holte die ganze Gruppe praktisch direkt in sein Gasthaus.
Dort gab es Grill, Austropop, Bier und eine Kuh.
RobinHood wollte fünf Bier.
Warum genau fünf, weiss niemand.
Vermutlich weil vier zu vernünftig gewesen wären.
Mausi interessierte sich selbstverständlich für Aperol.
Damit war wenigstens eine Konstante dieser Geschichte wiederhergestellt.
Die Kuh gelangte schliesslich hinter den Tresen.
strubeli housi hatte bereits zuvor auf einem Foto mit ihr diskutiert.
Ich nehme an, die beiden haben ihre Meinungsverschiedenheiten bis heute nicht vollständig geklärt.
Elfenherz verteilte Feenstaub.
Die Musik wurde lauter.
RobinHood stand irgendwann auf einer Bank.
Flo verlor langsam die Kontrolle über sein eigenes Gasthaus.
KnipsKeks fotografierte weiter.
Und ich versuchte vermutlich als Einziger noch immer, Menschen davon abzuhalten, Dinge anzufassen.
Dann zeigte die Kamera plötzlich einen alten Ballsaal.
Kerzen.
Blumen.
Ein Mann im Anzug.
Eine Hochzeit.
Und damit war sofort klar:
Miamor88 kommt.
Flo erkannte die Gefahr ebenfalls und übergab ihr die Geschichte.
Miamor sah endlich ihre Chance gekommen.
Nach schwarzen Männern, römischen Münzen, Kühen, Feenstaub und diversen Abstürzen durfte die Geschichte nun romantisch werden.
Zumindest für ungefähr fünf Minuten.
Es erschien eine rote Tür mit der Aufschrift:
NUR FÜR GÄSTE MIT HERZ.
RobinHood versuchte sie zu öffnen.
Sie blieb zu.
Miamor berührte die Klinke.
Die Tür ging auf.
Über die symbolische Bedeutung möchte ich mich nicht äussern.
RobinHood behauptete vermutlich ohnehin, die Tür habe geklemmt.
Im Ballsaal stand ein fremder Mann.
Er erklärte Miamor, er habe lange auf sie gewartet.
Miamor erkannte sofort, dass dies genau einer jener Sätze ist, nach denen in Liebesromanen gewöhnlich alles kompliziert wird.
Damit bewies sie erhebliche Lebenserfahrung.
Sie bekam einen Umschlag.
Darin befand sich eine alte Buchseite.
Kapitel 18:
Die Hochzeit, die nie stattgefunden hat.
Auf der Rückseite stand:
FINDE DIE BRAUT, BEVOR DIE MUSIK ENDET.
Natürlich fehlte die Braut.
Stattdessen hing plötzlich ein leeres Kleid im Raum.
Darauf stand der Name Katarina.
RobinHood wollte selbstverständlich näher hingehen.
Miamor erklärte ihm, dass man mit den Augen schaut und nicht mit den Händen.
Ich möchte ihr für diesen Satz ausdrücklich danken.
Endlich hört mir jemand zu.
Dann machte KnipsKeks wieder ein Foto.
Darauf erschien eine unbekannte Frau mit einem alten Buch.
Der Titel:
DIE VERLORENE BRAUT.
Miamor entschied, dass geheimnisvolle Bücher und Liebesgeschichten nun eindeutig zu Seitenzauber gehören.
Und damit wären wir bei der Gegenwart.
Seitenzauber hat inzwischen gestanden, nur gelegentlich mitgelesen zu haben und deshalb den Überblick verloren zu haben.
Sie erinnerte sich allerdings dunkel daran, dass irgendwann bereits jemand eine Zusammenfassung geschrieben hatte.
Dieser Jemand war leider ich.
RobinHood kündigte daraufhin an, sich für die bevorstehende Unterrichtsstunde ganz hinten hinzusetzen.
Ich antwortete, dass ich ihn genau dort ohnehin erwartet hätte.
Daraufhin brachen einige Mitglieder offenbar vollständig zusammen.
Damit, liebe Seitenzauber, solltest du nun ungefähr auf dem aktuellen Stand sein.
Zur Sicherheit noch die wichtigsten Erkenntnisse dieser Geschichte:
Mausi und Aperol sind voneinander nur schwer zu trennen.
Amadeus sollte bei unklaren Dialektwörtern künftig zuerst nachfragen und erst danach an irgendwelchen Hängen auftauchen.
RobinHood sollte weder unbeaufsichtigt fünf Bier bestellen noch Hochzeitstorten anfassen.
KnipsKeks sollte ihre Kamera vielleicht gelegentlich ausschalten.
Flo sollte Kühe künftig bereits an der Eingangstür kontrollieren.
Elfenherz sollte Feenstaub nur noch unter Aufsicht verwenden.
strubeli housi versteht von der Geschichte nach eigener Aussage ungefähr genauso viel wie die Kuh.
bluemchen weiss inzwischen, dass man niemals fragen sollte, wann eine Geschichte endet.
Miamor hat erfolgreich bewiesen, dass selbst eine Kuh im Gasthaus irgendwann in einer Liebesgeschichte enden kann.
Und ich habe gelernt, dass man in einem Forum niemals freiwillig eine Zusammenfassung schreiben sollte.
Man wird diesen Auftrag offensichtlich nie wieder los.
So, Seitenzauber.
Die Tafel ist gewischt.
RobinHood sitzt hinten.
Mausi hat ihren Aperol und hat sich einen Fensterplatz ergattert .
Und du bist dran.
ig cha nümm würkli nümm tränä rugälä buchkrämf und mini biuder si zum schiessä :lol: :lol: :lol:
merci viu viu mau
ä riiissä knudu a di isch sowas vo mega das gäbti ä fium :lol: :lol: :lol: :lol:

aber blibä glich am Feister ;)
Pinoccio
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Re: wir schreiben eine Geschichte

Beitrag von Pinoccio »

Da Seitenzauber offenbar den verständlichen Wunsch geäussert hat, vor ihrer Fortsetzung zu erfahren, worum es in dieser Geschichte eigentlich geht, sehe ich mich erneut gezwungen, Ordnung in etwas zu bringen, das sich gegen jede Form von Ordnung inzwischen erfolgreich zur Wehr setzt.
Ich möchte vorsorglich darauf hinweisen, dass ich lediglich zusammenfasse.
Für den Inhalt sind andere verantwortlich.
Alles begann vergleichsweise harmlos.
Was rückblickend bereits der erste Fehler war.
VatrenaLina hatte die Idee, gemeinsam eine Geschichte zu schreiben. Jeder sollte ein Stück beitragen und anschliessend einen anderen User auswählen, der weiterschreiben musste.
Eine einfache Regel.
Ein leicht verständliches Prinzip.
Eigentlich.
Dann kam Miamor88.
Sie brachte einen geheimnisvollen roten Koffer, alte Liebesbriefe und ein Bild ins Spiel.
Damit war nach sehr kurzer Zeit klar, dass aus einer gemeinsamen Geschichte keine gemütliche Erzählrunde werden würde.
KnipsKeks übernahm und tat das, was eine Fotografin offenbar tut, wenn eine Geschichte noch halbwegs verständlich ist: Sie machte sie mit einem geheimnisvollen Bild komplizierter.
Irgendwann wurde Mausi in dieses Bild hineingezogen.
Dort wurde sie klein, begegnete schwarzen Männern, seltsamen Gestalten und allerlei Dingen, die ein vernünftiger Mensch vermutlich möglichst nicht angefasst hätte.
Mausi hingegen war dabei.
Damit war diese Hoffnung ohnehin erledigt.
Immerhin tauchte Amadeus auf und entwickelte einen Plan.
Was uns bereits früh zeigte, dass selbst historische Interessen an Römern und Wikingern einen Menschen nicht darauf vorbereiten, in einer Geschichte mit Feenstaub, magischen Bildern und Mausi zu landen.
Elfenherz erschien ebenfalls.
Natürlich nicht einfach so.
Bei Elfenherz kommt niemand einfach nur durch eine Tür.
Da gibt es Feenstaub, Licht, Elfen, Zauber und vorzugsweise noch einen Reim dazu.
Zwischendurch wurde aus einem völlig normalen Wort dann eines der grössten sprachlichen Probleme dieser Geschichte.
Jemand sprach von einem „Hang“.
Oder von einer „Hand“.
Oder zumindest verstand jemand etwas in dieser Richtung.
Amadeus jedenfalls bewies eindrucksvoll, dass Dialekte nicht nur kulturell bereichernd, sondern unter bestimmten Umständen auch lebensgefährlich sein können.
Während andere noch darüber diskutierten, was eigentlich gemeint war, hing er tatsächlich irgendwo an einem Abgrund.
Damit war aus einem sprachlichen Missverständnis ein praktisches geworden.
Ich halte fest:
Wer künftig in dieser Geschichte das Wort „Hang“ verwendet, sollte bitte zusätzlich eine Zeichnung beilegen.
Mausi hatte währenddessen andere Sorgen.
Wobei „Sorgen“ bei ihr relativ zu verstehen ist.
Solange irgendwo ein Aperol erreichbar ist, scheint die Lage für sie grundsätzlich noch beherrschbar zu sein.
Schwarze Männer?
Aperol.
Magische Türen?
Aperol.
Jemand hängt am Abgrund?
Erst retten, danach vermutlich Aperol.
Irgendwann landete die Gruppe auf einer Plattform, es erschienen weitere Türen, ein Schwert, eine römische Münze und genügend geheimnisvolle Mechanismen, um jeden normalen Menschen zur Umkehr zu bewegen.
Wir gingen selbstverständlich weiter.
strubeli housi, der wiederholt erklärt hat, vom Geschichtenschreiben keine Ahnung zu haben, wurde ebenfalls hineingezogen.
Er bewies damit eine bemerkenswerte Fähigkeit:
Keine Ahnung haben und trotzdem zuverlässig tiefer ins Chaos geraten.
Eine römische Münze führte weiter, ein altes Schwert tauchte auf und irgendwann befand sich die Gruppe in einem Café.
Was im Vergleich zu allem Vorherigen beinahe vernünftig wirkte.
Dann kam busty@ons dran.
Sie wollte eigentlich ebenfalls nicht unbedingt schreiben, schrieb natürlich trotzdem und reichte die Verantwortung möglichst schnell an Elfenherz weiter.
Elfenherz hatte zuvor offenbar gehofft, dass man sie vielleicht vergisst, wenn sie sich still verhält.
Eine interessante Theorie.
Sie funktionierte nicht.
Also kamen wieder Reime, Feenstaub und Zauber hinzu, und am Ende durfte VatrenaLina übernehmen.
VatrenaLina entschied, dass der bisherigen Geschichte eindeutig eines gefehlt hatte:
Kroatien.
Also ging es nach Split.
Dort bekamen wir eine alte Hütte, einen See, Liebesdrama, Katarina, Marko, Familiengeheimnisse, einen geheimnisvollen Mann und natürlich einen Kuss.
Mit anderen Worten:
Innerhalb weniger Absätze befanden wir uns nicht mehr in einer Gemeinschaftsgeschichte, sondern mitten in einem kroatischen Liebesroman.
arissa übernahm anschliessend und hielt es offenbar für notwendig, noch einen schwarzen Hund, Fussball, Wikinger, einen Sturm, schwarze Männer und ein unheimliches Haus hinzuzufügen.
An dieser Stelle gab es bereits genügend Handlungsstränge für ungefähr sieben Bücher.
Baker sah das Haus und dachte vermutlich:
Das ist noch viel zu gemütlich.
Also bekamen wir zerkratzte Bilder, Kinderlachen, eine Frau im Spiegel, verschlossene Räume und eine Atmosphäre, bei der vermutlich selbst die schwarzen Männer kurz überlegt haben, ob sie nicht lieber heimgehen.
Baker wählte Mausi.
Warum auch immer jemand nach allem Vorherigen freiwillig Mausi in ein verlassenes Horrorhaus setzt, wird eines Tages Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen sein.
Mausi führte uns jedenfalls weiter durch dieses Haus.
Baker war gefangen, Türen waren verschlossen, bibi untersuchte alles, Amadeus und strubeli versuchten irgendetwas aufzubrechen und Elfenherz stellte fest, dass gewisse Versuche vermutlich wenig bringen würden.
Dann tauchte ich auf.
Mit schwarzen Stiefeln und einem Schwert.
Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich festhalten, dass ich als pensionierter Realschullehrer normalerweise weder mit schweren schwarzen Stiefeln noch mit einem Schwert auftrete.
Aber diese Geschichte hatte den Bereich des Normalen zu diesem Zeitpunkt ohnehin längst verlassen.
Das Schwert kam in einen Mechanismus, das Haus begann zu beben und die Türen öffneten sich.
Amadeus fand wieder seine römische Münze.
Natürlich.
Andere Menschen finden Kleingeld.
Amadeus findet historische Schlüssel zu magischen Türen.
Dann erschien ein goldenes Herz mit Rissen, eine weisse Frau mit einem roten Kleid und alte Briefe von Mausis Ur Ur Urgrossmutter.
Wie viele „Ur“ es genau waren, weiss ich inzwischen nicht mehr.
Es waren jedenfalls genug, um jeden Stammbaum erheblich zu beschäftigen.
Und dann geschah das, was nach dem früheren Dialektproblem eigentlich niemand mehr für möglich gehalten hätte:
Amadeus hing tatsächlich wieder.
Diesmal nicht sprachlich.
Diesmal richtig.
Der Boden brach weg, er rutschte ab und musste von Pinoccio, Baker und strubeli gerettet werden.
Ich möchte festhalten, dass dies ein weiterer Beweis dafür ist, dass man in dieser Geschichte Wörter wie „hängen“, „fallen“ und „anfassen“ möglichst vermeiden sollte.
Anschliessend bekam Mausi ihre alten Briefe, die weisse Frau verschwand und irgendeine Stimme fragte:
„Wer ist der Nächste?“
Mausi entschied:
Pinoccio.
Ich danke ihr noch heute dafür.
Da inzwischen kaum noch jemand wusste, wo wir waren, wer lebte, wer hing, wer verschwunden war und ob wir uns noch in einem Bild, einem Haus oder bereits in einem anderen Jahrhundert befanden, tat ich das einzig Vernünftige:
Ich schrieb eine Zusammenfassung.
Dass ausgerechnet diese Zusammenfassung nun erneut verlangt wird, zeigt, dass gewisse Fehlentscheidungen lebenslange Folgen haben.
Danach ging es in die verschneiten Alpen des Jahres 1958 und anschliessend in das Jahr 1971.
Wir landeten in meiner Schulzeit.
Ja.
Ich hatte damals Haare.
Diese Information erfreute einige Mitglieder offenbar mehr als sämtliche historischen Details.
Wir fanden eine Schule, eine junge Version meiner selbst, Anna, das goldene Herz und weitere Hinweise auf die Vergangenheit.
Nebenbei ergaben sich weitere sprachliche Missverständnisse, unter anderem rund um Begriffe wie „Bänkli“.
Auch dort zeigte sich erneut:
Eine internationale Tippcafe Reisegruppe sollte niemals davon ausgehen, dass alle unter demselben Wort dasselbe verstehen.
Am Ende wählte ich bluemchen_88.
Nicht ganz zufällig.
Sie hatte zuvor gefragt, ob diese Geschichte eigentlich irgendwann einmal endet.
Ich war der Meinung, dass sie die beste Möglichkeit bekommen sollte, selbst aktiv an dieser Frage mitzuarbeiten.
Man könnte sagen:
Die Auswahl erfolgte durch die Blume.
bluemchen war darüber erwartungsgemäss begeistert.
Also ungefähr gar nicht.
Sie schrieb trotzdem weiter und führte uns in ihre Schulzeit.
Dort tauchte Daniel auf, eine frühere Liebesgeschichte, ein Missverständnis mit einem Kuss und genügend Drama, um Miamor88 vermutlich bereits aufmerksam werden zu lassen.
Das Ganze entwickelte sich zu einem regelrechten Liebesfilm.
Am Ende kam heraus, dass manche Liebesgeschichten vielleicht deshalb scheitern, weil niemand zurückgeht und fragt, was tatsächlich passiert ist.
Und dann wählte bluemchen RobinHood.
Damit begann eine weitere wichtige Phase dieser Geschichte:
Wir warteten.
RobinHood war nämlich gleichzeitig Gegenstand einer Suchaktion in einem anderen Forumsthema.
Mausi vermutete bereits, er werde vermutlich irgendwo als Retter im Wald auftauchen.
Es wurden Witze über Suchtrupps gemacht.
Teilweise entstand der Eindruck, die Suche nach RobinHood sei organisatorisch besser vorbereitet als unsere gesamte Geschichte.
Dann tauchte er tatsächlich wieder auf.
Und schrieb.
Wer gehofft hatte, dadurch würde es vernünftiger, wurde enttäuscht.
RobinHood führte uns über einen Globus nach Split, setzte uns in ein kaum kontrollierbares Boot und schaffte es, mich innerhalb kürzester Zeit in Shorts, Sandalen und Strohhut darzustellen.
Ich habe beschlossen, diesen Teil historisch nicht weiter aufzuarbeiten.
Das Boot landete irgendwie auf einer Insel.
RobinHood bezeichnete dies sinngemäss als perfekte Landung.
Ein Ausdruck, der in dieser Geschichte ähnlich grosszügig verwendet wird wie das Wort „Plan“.
Schliesslich tauchten ein Café, eine Kamera, ein unbekannter Mann und AdrianaMare auf.
Adriana wurde ausgewählt.
Sie bat vorsorglich darum, nicht sofort wieder einen Suchtrupp nach Split zu schicken.
strubeli housi stellte trocken fest, dass ein schweizerischer Suchtrupp vermutlich ohnehin so lange bis Kroatien benötigen würde, dass Adriana längst fertig geschrieben hätte.
Adriana führte uns anschliessend durch Split.
Mit Kaffee, Musik, Spaziergang, einem gewissen Luka und einer langsam entstehenden Liebesgeschichte.
Natürlich blieb es nicht romantisch.
Wir bekamen einen sich selbstständig machenden Roller, Feenstaub, RobinHood als möglichen Mitverursacher und schliesslich eine unbekannte Frau mit einer Kamera.
Adriana stellte fest, dass Kameraangelegenheiten eindeutig besser zu KnipsKeks passen.
Also war KnipsKeks wieder dran.
Ihre Begeisterung darüber war deutlich spürbar.
Sinngemäss fragte sie, was sie eigentlich verbrochen habe, ständig in diesem Chaos ausgewählt zu werden.
Sie kündigte ausserdem an, dass wir etwas Geduld haben müssten, weil Arbeit und Privatleben vorgehen.
Eine vernünftige Aussage.
Daran sieht man, dass zumindest ausserhalb dieser Geschichte noch normale Entscheidungen getroffen werden.
KnipsKeks kam zurück und machte aus der Kamera das nächste Problem.
Sie fotografierte die Gruppe.
Nur zeigten die Fotos nicht unbedingt die Gegenwart.
Mausi landete auf einer Kuh.
Amadeus stand in Lederhosen auf einem Tisch und hielt seine römische Münze hoch.
Ich selbst stand vor einer Wandtafel.
Darauf:
BITTE NICHTS ANFASSEN.
Ich möchte betonen, dass dies bis heute der vernünftigste Satz dieser gesamten Geschichte ist.
strubeli housi erschien mit Grillzange und einer Schürze, auf der sinngemäss stand, dass er keine Ahnung habe, aber einfach mache.
Ich halte auch dieses Bild für bemerkenswert realistisch.
Dann zeigte die Kamera Berge, Tirol und ein Gasthaus.
Dort stand Flo.
Wirt.
Tiroler.
Und zu diesem Zeitpunkt noch ein Mann, der vermutlich glaubte, sein Gasthaus unter Kontrolle zu haben.
Diese Illusion hielt nicht lange.
KnipsKeks wählte Flo.
Flo holte die ganze Gruppe praktisch direkt in sein Gasthaus.
Dort gab es Grill, Austropop, Bier und eine Kuh.
RobinHood wollte fünf Bier.
Warum genau fünf, weiss niemand.
Vermutlich weil vier zu vernünftig gewesen wären.
Mausi interessierte sich selbstverständlich für Aperol.
Damit war wenigstens eine Konstante dieser Geschichte wiederhergestellt.
Die Kuh gelangte schliesslich hinter den Tresen.
strubeli housi hatte bereits zuvor auf einem Foto mit ihr diskutiert.
Ich nehme an, die beiden haben ihre Meinungsverschiedenheiten bis heute nicht vollständig geklärt.
Elfenherz verteilte Feenstaub.
Die Musik wurde lauter.
RobinHood stand irgendwann auf einer Bank.
Flo verlor langsam die Kontrolle über sein eigenes Gasthaus.
KnipsKeks fotografierte weiter.
Und ich versuchte vermutlich als Einziger noch immer, Menschen davon abzuhalten, Dinge anzufassen.
Dann zeigte die Kamera plötzlich einen alten Ballsaal.
Kerzen.
Blumen.
Ein Mann im Anzug.
Eine Hochzeit.
Und damit war sofort klar:
Miamor88 kommt.
Flo erkannte die Gefahr ebenfalls und übergab ihr die Geschichte.
Miamor sah endlich ihre Chance gekommen.
Nach schwarzen Männern, römischen Münzen, Kühen, Feenstaub und diversen Abstürzen durfte die Geschichte nun romantisch werden.
Zumindest für ungefähr fünf Minuten.
Es erschien eine rote Tür mit der Aufschrift:
NUR FÜR GÄSTE MIT HERZ.
RobinHood versuchte sie zu öffnen.
Sie blieb zu.
Miamor berührte die Klinke.
Die Tür ging auf.
Über die symbolische Bedeutung möchte ich mich nicht äussern.
RobinHood behauptete vermutlich ohnehin, die Tür habe geklemmt.
Im Ballsaal stand ein fremder Mann.
Er erklärte Miamor, er habe lange auf sie gewartet.
Miamor erkannte sofort, dass dies genau einer jener Sätze ist, nach denen in Liebesromanen gewöhnlich alles kompliziert wird.
Damit bewies sie erhebliche Lebenserfahrung.
Sie bekam einen Umschlag.
Darin befand sich eine alte Buchseite.
Kapitel 18:
Die Hochzeit, die nie stattgefunden hat.
Auf der Rückseite stand:
FINDE DIE BRAUT, BEVOR DIE MUSIK ENDET.
Natürlich fehlte die Braut.
Stattdessen hing plötzlich ein leeres Kleid im Raum.
Darauf stand der Name Katarina.
RobinHood wollte selbstverständlich näher hingehen.
Miamor erklärte ihm, dass man mit den Augen schaut und nicht mit den Händen.
Ich möchte ihr für diesen Satz ausdrücklich danken.
Endlich hört mir jemand zu.
Dann machte KnipsKeks wieder ein Foto.
Darauf erschien eine unbekannte Frau mit einem alten Buch.
Der Titel:
DIE VERLORENE BRAUT.
Miamor entschied, dass geheimnisvolle Bücher und Liebesgeschichten nun eindeutig zu Seitenzauber gehören.
Und damit wären wir bei der Gegenwart.
Seitenzauber hat inzwischen gestanden, nur gelegentlich mitgelesen zu haben und deshalb den Überblick verloren zu haben.
Sie erinnerte sich allerdings dunkel daran, dass irgendwann bereits jemand eine Zusammenfassung geschrieben hatte.
Dieser Jemand war leider ich.
RobinHood kündigte daraufhin an, sich für die bevorstehende Unterrichtsstunde ganz hinten hinzusetzen.
Ich antwortete, dass ich ihn genau dort ohnehin erwartet hätte.
Daraufhin brachen einige Mitglieder offenbar vollständig zusammen.
Damit, liebe Seitenzauber, solltest du nun ungefähr auf dem aktuellen Stand sein.
Zur Sicherheit noch die wichtigsten Erkenntnisse dieser Geschichte:
Mausi und Aperol sind voneinander nur schwer zu trennen.
Amadeus sollte bei unklaren Dialektwörtern künftig zuerst nachfragen und erst danach an irgendwelchen Hängen auftauchen.
RobinHood sollte weder unbeaufsichtigt fünf Bier bestellen noch Hochzeitstorten anfassen.
KnipsKeks sollte ihre Kamera vielleicht gelegentlich ausschalten.
Flo sollte Kühe künftig bereits an der Eingangstür kontrollieren.
Elfenherz sollte Feenstaub nur noch unter Aufsicht verwenden.
strubeli housi versteht von der Geschichte nach eigener Aussage ungefähr genauso viel wie die Kuh.
bluemchen weiss inzwischen, dass man niemals fragen sollte, wann eine Geschichte endet.
Miamor hat erfolgreich bewiesen, dass selbst eine Kuh im Gasthaus irgendwann in einer Liebesgeschichte enden kann.
Und ich habe gelernt, dass man in einem Forum niemals freiwillig eine Zusammenfassung schreiben sollte.
Man wird diesen Auftrag offensichtlich nie wieder los.
So, Seitenzauber.
Die Tafel ist gewischt.
RobinHood sitzt hinten.
Mausi hat ihren Aperol und hat sich einen Fensterplatz ergattert .
Und du bist dran.
bluemchen_88
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Re: wir schreiben eine Geschichte

Beitrag von bluemchen_88 »

Ich kann nicht mehr. Robin ganz hinten, Mausi am Fenster und Pinoccio hatte die Plätze offenbar schon reserviert
AdrianaMare
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Re: wir schreiben eine Geschichte

Beitrag von AdrianaMare »

:lol: Ich glaube, das war die kürzeste und gleichzeitig treffendste Antwort heute :lol:
strubeli-housi
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Re: wir schreiben eine Geschichte

Beitrag von strubeli-housi »

Das isch jetzt böös. Aber passt.
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